9. Juli 2018

Treibhouse-Ferienhäuser ins Thüringer Meer bei Saalburg zu Wasser gelassen

Investor Sascha Horn atmet auf. Seine zwei schwimmende Ferienhäuser namens Treibhouse sind am Mittwoch am Sandstrand von Saalburg zu Wasser gelassen worden. Neun Wochen hatte der Bad Lobensteiner auf die Genehmigung des Schwerlasttransportes gewartet.

Saalburg. Am Montagabend machten sich die beiden Laster der Spezialspedition Yachttransporte Schriever von der Kiebitzberg-Werft im sachsen-anhaltinischen Havelberg, wo die schwimmenden Ferienwohnungen produziert wurden, auf den gut 300 Kilometer langen Weg ans Thüringer Meer. „Wir sind bis Osterfeld gekommen. Dann mussten wir tagsüber Pause machen“, sagte Lkw-Fahrer Stefan Kosek. Am Abend darauf ging es weiter. „Gegen Mitternacht waren wir dann vor Ort“, so Kosek.

Doch bevor die Schwerlaster am Vormittag an das Ufer der Bleilochtalsperre fahren konnten, musste der Boden begradigt werden, damit die Schwerlaster nicht stecken bleiben. Anschließend nahmen die beiden 250- beziehungsweise 100-Tonnen-Autokräne der Herrmann & Wittrock GmbH & Co KG aus Hof die Hausboote nacheinander an die Haken ihrer 33 Meter lang ausgefahrenen Teleskopausleger und ließen sie zu Wasser. Von da aus wurden die Hausboote von Werftmitarbeitern knapp 400 Meter weit an eine fest verankerte Insel gefahren. Kurz vor Mittag dockten diese an der Marina an, die sich je nach Saale-Pegel 200 bis 250 Meter vom Ufer des Campingplatzes Kloster entfernt befindet.

Den Mietern der beiden schwimmenden Ferienwohnungen steht jeweils ein vier Meter langes Zubringerboot mit Elektromotor zur Verfügung. Jedes Hausboot hat eine Wohnfläche von 34 Quadratmetern. Der größte Raum verfügt über eine offenen Wohnküche mit bodentiefen Fenstern und einen Kaminofen zusätzlich zur Gasheizung. In einem der beiden Schlafzimmer gibt es Doppelstockbetten. Das in Dusche und WC sowie Küche anfallende Abwasser werde in einem 800 Liter großen Tank gesammelt und wie bei der Stausee-Schiffsflotte bei Bedarf von Dienstleistern abgefahren. Die mit vollen Tanks jeweils 14 Tonnen schweren Hausboote verfügen über je eine 15 Quadratmeter große, mit Lärchenholz beplankte kleine Terrasse. In Ausnahmefällen seien mit dem Treibhouse auch Fahrten auf dem Stausee möglich, wenn der Mieter den notwendigen Führerschein und die notwendige Erfahrung nachweisen kann. Sascha Horn investierte einen mittleren fünfstelligen Euro-Betrag in das Vorhaben.

 

Quelle: OTZ vom 13.06.18

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